Dram of the week: Feb 08, 2018

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Dear whisky friend,
This week we have an original distillery bottling. It’s a Pedro Ximenez single cask Armorik from the Warenghem Breton distillery. The distillery Warenghem was founded by the family of the same name in 1900 in Lannion on the Côte de Granit Rose. The pioneer of the path to success at the time was a liqueur made up of 35 plants, the Elixir d’Armorique. This liqueur is still available today in the original recipe.
In 1987, WB, a blended malt, became the first well known French whisky. Gilles Leizour, then owner of the distillery, and Bernhard Le Pallec, the commercial director, were thinking of extending the range of products and finding that the Breton climate was quite close to the Scottish one they decided to start making whisky. Since their products were quite well accepted by regional buyers, Gilles Leizour decided to make the first Breton single malt, the Armorik, 11 years later. Today, the Armorik is widely available even in far places like Australia — a tremendous success for a 16-employees distillery, which is still family-owned.

To our dram: Armorik, 7 y.o., 55% Pedro Ximenez Sherry Cask, Cask No ° 3511, Sélection exclusive pour l’Allemagne

In the color it is a rich, shining amber with copper hues. It was definitely not the first whisky in that barrel. The nose is beguilingly sweet and fruity. The fruit notes are clearly in the exotic spectrum, garnish led with a few nuts. On the second nose I still have some orange zest and sweetened egg whites. A rather deep note underlines the whole experience, but I couldn’t pinpoint it on the nose. The first sip confirms the nose, a varied sweetness and fruitiness, honey, cut exotic fruits, lots of orange. The barrel strength makes it almost powerful for its 46%, although not a beast. No typical Sherry notes can be recognized, but I did not count on a PX bottling to do so. The next sip brings in a faint peppery note. And maybe from the toasting of the barrel, the dram develops some carbon towards departure. The finish itself is quite long, the fruits slowly dissolve on the barrel wall, which now emits more and more carbon, but without superimposing everything else.

My conclusion: Whiskies that do not come from the typical manufacturer nations, usually have difficulties establishing themselves. Warenghem, as a small independent family business, had been ingenious since the creation of this dram and had taken advantage of their already existing production of other spirits. The Armorik was allowed to develop without too much financial pressure and the result can easily compete with the major players in the whisky industry.

Sláinte!
Manfred
Liebe whiskey freund,
Diese Woche haben wir es in unserem Dram of the week mit einer Originaldestillerieabfüllung. Es ist ein Pedro Ximenez Single Cask Armorik aus der bretonischen Destillerie Warenghem. Gegründet wurde die Destillerie Warenghem von der gleichnamigen Familie bereits im Jahre 1900 in Lannion an der Côte de Granit Rose. Der Wegbereiter für den Weg des Erfolgs war zu dieser Zeit ein aus 35 Pflanzen bestehender Likör, das Elixir d’Armorique. Dieser Likör wird heute noch in der ursprünglichen Rezeptur angeboten.
1987 entstand mit dem WB, einem Blended Malt, der erste französische Whisky. Gilles Leizour, damaliger Inhaber der Destillerie, und Bernhard Le Pallec, kaufmännischer Leiter, dachten an eine Erweiterung der Produktpalette und befanden, dass das bretonische Klima dem schottischen doch recht nahe kommt und man somit den Versuch starten könnte, einen Whisky zu brennen. Da dieses Produkt recht gut von der noch regionalen Käuferschaft angenommen wurde, entschloss sich Gilles Leizour 11 Jahre später den ersten bretonischen Single Malt zu brennen, den Armorik. Heutzutage ist der Armorik sogar in Australien erhältlich, ein enormer Erfolg für eine Destillerie mit 16 Mitarbeitern, die sich noch immer in Familienbesitz befindet.
Zu unserem Dram: Armorik, 7 y.o., 55% Pedro Ximenez Sherry Cask, Cask No° 3511, Sélection exclusive pour l’Allemagne
In der Farbe ein sattes, leuchtendes Bernstein mit Stich ins kupferfarbene. Es wird nicht der erste Whisky in diesem Fass gewesen sein. Die Nase ist betörend süß und fruchtig. Die Früchte gehen eindeutig in den exotischen Bereich und obendrauf garnieren wir noch ein paar Nüsse. In der zweiten Nase habe ich noch etwas Orangenzeste und gezuckerter Eischnee. Eine recht deutlich tiefe Note untermalt das ganze, diese lässt sich für mich in der Nase allerdings noch nicht identifizieren. Der erste Schluck bestätigt die Nase, eine vielfältige Süße und Fruchtigkeit, Honig, aufgeschnittene exotische Früchte, viel Orange. Die Faßstärke macht ihn schon fast wuchtig, muss hier aber auch sein, denn auf 46% würde er wohl viel von seinen Noten verlieren. Keinerlei typische Sherrynoten sind zu erkennen, aber da habe ich bei einem PX auch nicht mit gerechnet. Der nächste Schluck bringt dann noch eine kleine Pfeffernote zusätzlich mit sich. Man meint jetzt auch etwas vom Toasten des Fasses mitzubekommen, entwickelt er doch Richtung Abgang etwas Kohlenstoff. Der Abgang an sich ist recht lang, die Früchte lösen sich langsam an der Fasswand auf, die jetzt immer mehr Kohlenstoff abgibt, ohne jedoch alles andere zu überlagern.
Mein Fazit: Whiskys, die nicht von den typischen Herstellernationen kommen, haben es meist schwer, sich zu behaupten. Warenghem, als kleines unabhängiges Familienunternehmen, war bei der Kreation sehr schlau und hat den Vorteil einer schon bestehenden Produktion anderer Spirituosen, genutzt. Der Armorik durfte sich ohne zu großen finanziellen Druck entwickeln und das Ergebnis kann sich ohne weiteres mit den Großen der Whiskyindustrie messen.
Sláinte!
Manfred

Hello,
I’m Manfred — the resident whisky connoisseur expert at The Luxembourgish Cask Selection. Each week I’ll share with you a dram that I tried and loved.

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Hallo,
Ich bin Manfred. Ich bin der Whisky-Experte bei “The luxembourgish cask selection”. Ich werde ihnen jede Woche einen Whisky vorstellen, der mich bei einem Tasting ganz besonders von sich beeindruckt hat.


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