Dram of the week: Apr 12, 2019

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Dear whisky friend,
Today’s Dram of the Week is about the Glenlossie Distillery. Founded in Speyside by John Duff in 1876, it would most probably be completely unknown to people who are not into whisky. There are no distillery, no website and no visitor center. The only ‘official’ bottling available from Glenlossie is a single malt from the Flora & Fauna series by current owner Diageo, who took over the distillery in 1990.
What is unique with it is that Glenlossie is more of a distillery complex because another distillery, Mannochmore, is located at the same site. The two distilleries share warehouses but use two different refineries, which are operated only twice a year. Mannochmore operates them in the summer months and Glenlossie, in the winter.
The distillery, like many others, does not have its own malting floor and gets its malt from the Burghead Maltings in Elgin. The malt is slightly smoky and therefore gives the whisky a somewhat subliminal smoky character.
The distillate of Glenlossie is considered particularly fine and mellow. The reason for that is the use of a ‘purifier’, which is a small capacitor before the actual condenser at the end of the spirit still. It returns the alcohol vapors to a part in the still and they are then distilled one more time.
Our Glenlossie was bottled in April 2018. When we first got it, it sold out in no time. Now, we are overjoyed that we could get a few bottles of it again.
Now to our dram: Glenlossie, 20 y.o., 52.1%, Hogsheads, Cask No ° 7109/7110, Chieftain’s, Ian MacLeod Distillers
Darker amber in color – the influence of the barrels is clearly evident. On the nose, it is reminiscent of an Asian spice mixture with lemon zest, blossom honey and vanilla ice cream. Something buttery comes out towards the back. On the first sip the dram holds quite well, the 52.1% are certainly not a barrel strength but give the character the necessary strength. On the tip of the tongue, there is fine sweetness of honey, followed directly by a bunch of herbs, brushed with some lemon. There is also a mild orange-like fruitiness, which complements nicely the oaky notes to sweet and tart notes. The buttery nose turns into a vanilla cream. The slight smokiness mentioned in the introduction comes up now, in the finish. Carbon-like as in a strong toasting, so atypical without peat or phenol aromas. Overall, the finish, which is medium in length, a nice prelude from the nose and the palate. The dram changes only a small nuance and that brings out some new flavor aspects.
My conclusion: when you need something to enjoy – get this dram and enjoy it. This is enjoyment at a higher level. Score!
Sláinte!
Manfred
Liebe whiskey freund,
In unserem heutigen Dram of the week geht es um die Destillerie Glenlossie. Schon 1876 von John Duff in der Speyside gegründet, wird sie den meisten, die sich nicht so intensiv mit Whisky beschäftigen, gänzlich unbekannt sein. Es gibt keine Destillerieabfüllungen, keine Website und kein Besucherzentrum. Die einzige ‘offizielle’ Abfüllung, die es von Glenlossie gibt, ist ein Single Malt aus der Flora & Fauna Serie des derzeitigen Eigentümers Diageo, der die Brennerei 1990 übernahm.
Einzigartig ist, dass wir bei Glenlossie von einem Destilleriekomplex sprechen können, denn auf dem selben Gelände wird auch noch die Destillerie Mannochmore beherbergt. So kommt es, dass die beiden Destillerien sich zwar die Warehouses teilen, aber zwei verschiedene Brennhäuser nutzen, die nur halbjährlich betrieben werden. Mannochmore in den Sommermonaten und Glenlossie im Winter.
Die Brennerei besitzt, wie viele andere auch, keinen eigenen Mälzboden und bezieht ihr Malz von den ‘Burghead Maltings’ in Elgin. Es ist tatsächlich leicht rauchig und verleiht daher dem Whisky einen, aber eher unterschwelligen, rauchigen Charakter.
Das Destillat von Glenlossie gilt als besonders weich und fein. Der Grund dafür ist die Nutzung eines ‘Purifiers’, den man sich wie einen kleinen Kondensator vor dem eigentlichen Kondensator am Ende des Spirit Stills vorstellen kann. Dabei werden die Alkoholdämpfe zu einem Teil in die Brennblase zurückgeführt, die dann ein weiteres mal destilliert werden.
Unser Glenlossie wurde im April 2018 abgefüllt. Als wir ihn zum ersten mal bekommen haben, war er in Windeseile ausverkauft. Umso mehr freuen wir uns, dass wir jetzt nachträglich noch ein paar Flaschen davon bekommen konnten.
Nun zu unserem Dram: Glenlossie, 20 y.o., 52,1%, Hogsheads, Cask No° 7109/7110, Chieftain’s, Ian MacLeod Distillers
Dunklerer Bernstein hat er in der Farbe. Der Einfluss der Fässer zeichnet sich hier deutlich ab. Im Geruch hat er etwas wie eine asiatische Würzmischung, dazu Zitronenzeste, Blütenhonig und Vanilleeis. Etwas buttriges kommt noch hinten raus. Im ersten Schluck protzt er durchaus, die 52,1% sind gewiss keine Faßstärke, bei der man die Augen verdreht, doch verleihen sie dem Charakter den nötigen Druck. Auf der Zungenspitze feine Süße von Honig, direkt gefolgt von einem Kräutersträußchen, immer noch Zitronenabrieb. Allerdings auch eine milde orangenähnliche Fruchtigkeit, die sich schön mit den Eichenoten zu einer süß-herben Note ergänzt. Das buttrige aus der Nase wird hier zu einer Vanillecreme. Die in der Einleitung angesprochene leichte Rauchigkeit kommt im Abgang auf. Kohlenstoffähnlich wie bei einem starken Toasting, so ganz untypisch ohne Torf- oder Phenolaromen. Insgesamt ist der Abgang, der mittellang ist, eine schöne Anbindung an die Nase und den Gaumen zuvor. Er verändert sich nur in Nuancen, doch auch schon das beschert ihm immer neue Facetten.
Mein Fazit: Etwas zum genießen, nur zum genießen. Allerdings Genuss auf einem höheren Niveau. Punkt!
Sláinte!
Manfred

Hello,
I’m Manfred — the resident whisky connoisseur expert at The Luxembourgish Cask Selection. Each week I’ll share with you a dram that I tried and loved.

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Hallo,
Ich bin Manfred. Ich bin der Whisky-Experte bei “The luxembourgish cask selection”. Ich werde ihnen jede Woche einen Whisky vorstellen, der mich bei einem Tasting ganz besonders von sich beeindruckt hat.


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