Dram of the week: July 3, 2020

Dear friends of rum,

Yes, you read that correctly. Today I am going to introduce you to a rum.  Vincent from Liquid Treasures has been offering independently filled rums for some time.  These rums are very similar to whisky because they are all not colored, not cold-filtered, cask strength and of course free of any additives, as you can usually find in the commercial sector.  So if you are looking for icer the top orange, pineapple, coconut flavors and the likes, then keep your hands off this one, because only one distillate and one barrel were involved.  I write it so clearly, because the features of a good rum are on a different level than those of a whisky.
Today’s rum is a ‚Demerara‘ from Guyana.  It has to be said that ‚Demerara‘ is a protected designation of origin, otherwise unusual for rum. The origin of this word can also be explained quite simply, since it means nothing other than Guyana in the language of the indigenous people. Rum is made from sugar cane, which is distilled in a variety of processes, which we will not go into details for now. The Europeans at the beginning of their settlement and conquest history, quickly recognized the importance of sugar cane, there were once over 200 and some sources report over 300, different distilleries in Guyana.  And when the sugar beet replaced the cane, the distilleries disappeared just as quickly.  Today only three are still active — Enmore, Diamond and Uitvlugt. Our rum today comes from the Diamond distillery.
At this point I’d like to interject saying that if yih would like to see more rums in my emails in the future, please send me a short email, I look forward to any feedback.  If there is demand, I would be happy to feature more but I would also like to stay true to my line with rums too. That means I would only look for independently filled and additives-free rums.  I would like to offer the same quality of rum that I offer with my whiskies. And there are some that meet this standard.  So, I’m looking forward to all you have to say.
Since I’m only a novice in the field of rum, I try it just like a whisky, so here I go over the known factors, nose, palate, finish.  Let’s go!

Diamond Distillery, 12 y.o., 60.3%, Barrel, distilled in a double wooden Pot Still, Demerara, Rum Session No ° 8, Liquid Treasures

I leave the coloring outside, because I clearly lack the experience to draw any conclusions, that will come, hehe.  I clearly have raisins in my nose, plums soaked in alcohol, some vanilla.  The alcoholic sharpness is expressed in a eucalyptus / menthol mixture.  Why is there a koala scurrying from tree to tree in my mind?  A really fantastic sweetness in the mouth.  I’m a little shy of using superlatives, but it’s really fantastically sweet. Raisins, dried fruits in general.  An incredible spread in the entire mouth, everything is full of flavors that intertwine. The alcohol is perceptible, safe and not overwhelming.  After the second sip, it begins to warm.  But doesn’t become aggressive.  Gentle wood aromas, some cinnamon and sweet-fruity citrus notes meet in the finish.

My conclusion: It is my first review of a rum, so please bear with me.  I definitely like it and I think that it can be enjoyed very well even without much experience in this area.  What I can say with conviction is that I would definitely prefer this one over a commercial product, because I think I can taste the purity of this product, there is nothing artificially added in this one.

Have fun!

Sláinte!
Stephan

See this bottle in our Whisky Shop!

Liebe Rumfreunde,

ja, ihr habt richtig gelesen, heute stelle ich euch einen Rum vor. Vincent von Liquid Treasures hat schon seit einiger Zeit unabhängig abgefüllte Rums (der Plural hört sich irgendwie verkehrt an, habe es aber im Duden nachgeschlagen, ist tatsächlich richtig so, hehe) im Angebot. Diese Rums ähneln dem Whisky stark, denn sie sind allesamt nicht gefärbt, nicht kältefiltriert, auf Fassstärke und natürlich frei von irgendwelchen Zusätzen, wie man es meistens im kommerziellen Bereich findet. Solltet ihr also nach übertriebenen Orangen-, Ananas-, Kokosaromen oder ähnlichem suchen, dann lasst von diesem die Finger, denn hier war nur ein Destillat und ein Fass im Spiel. Ich schreibe das so deutlich, da die Vorstellungen von einem guten Rum doch noch auf einem anderen Niveau sind als bei einem Whisky.
Der heutige Rum ist ein ‚Demerara‘ aus Guyana. Dazu muss man sagen, dass ‚Demerara‘ als geschützte Herkunftsbezeichnung steht, sonst unüblich für Rum. Der Ursprung dieses Worts erklärt sich auch recht einfach, heißt es doch nicht anderes als Guyana in der Sprache der Ureinwohner. Rum wird aus Zuckerrohr hergestellt, das in verschiedensten Verfahren, auf die wir jetzt nicht weiter eingehen wollen, das würde den Rahmen sprengen, destilliert wird. Da die Europäer – am Anfang ihrer Siedlungs- und Eroberungsgeschichte – schnell den Stellenwert des Zuckerrohr erkannten, gab es in Guyana einmal über 200, manche Quellen berichten von über 300, verschiedene Destillerien. Doch mit dem Anbau der Zuckerrübe verschwanden die Destillerien genauso schnell wieder. Heute sind nur noch drei aktiv, Enmore, Diamond und Uitvlugt. Unser Rum entstammt übrigens der Diamond-Destillerie.
An dieser Stelle ein Wort in eigener Sache. Wenn ihr in Zukunft mehr Rums von mir vorgestellt bekommen möchtet, schreibt mir doch eine kurze Mail, ich freue mich auf jedes Feedback. Sollte Nachfrage bestehen, lasse ich mich gerne darauf ein, ich würde aber auch beim Rum meiner Linie treu bleiben wollen. Soll heißen, ich würde nur nach unabhängig abgefüllten und frei von Zusätzen gefertigten Rums Ausschau halten. Ich möchte gerne die gleiche Qualität, die ich mit meinen Whiskys biete, auch beim Rum anbieten. Und es gibt einige, die diesem Standard entsprechen. Also, ich freue mich auf jede Reaktion von euch.
Da ich auf dem Gebiet des Rums auch nur Novize bin, probiere ich ihn genauso wie einen Whisky, gehe also auch hier über die bekannten Faktoren, Nase, Gaumen, Abgang. Dann mal los!

Diamond Distillery, 12 y.o., 60,3%, Barrel, distilled in a double wooden Pot Still, Demerara, Rum Session No°8, Liquid Treasures

Die Farbgebung lasse ich aussen vor, denn da fehlen mir eindeutig die Erfahrungswerte um irgendwelche Rückschlüsse zu ziehen, das kommt noch, hehe. In der Nase habe ich ganz deutlich Rosinen, in Alkohol eingelegte Pflaumen, etwas Vanille. Die alkoholische Schärfe äußert sich in einem Eukalyptus/Menthol-Gemisch. Warum huscht gerade ein Koala vor meinem geistigen Auge von Baum zu Baum? Im Mund dann eine wirklich phantastische Süße. Ich scheue mich ein wenig vor der Verwendung von Superlativen, aber der ist wirklich phantastisch süß. Rosinen, getrocknete Früchte im Allgemeinen. Eine unglaubliche Ausbreitung im gesamten Mundraum, alles ist voll mit Aromen, die Purzelbäume schlagen. Der Alkohol ist wahrnehmbar, sicher, aber nicht überdimensioniert. Nach dem zweiten Schluck fängt er an zu wärmen. Dabei wird er aber nicht aggressiv. Im Abgang treffen sanfte Holzaromen, etwas Zimt und süß-fruchtige Zitrusnoten aufeinander.

Mein Fazit: Es ist meine erste Rezension eines Rums, daher habt bitte etwas Nachsicht mit mir. Ich mag ihn definitiv und denke, dass er sich auch ohne viel Erfahrung in diesem Bereich sehr gut genießen lässt. Was ich mit Überzeugung sagen kann ist, dass ich diesen hier einem kommerziellen Produkt sicher vorziehen würde, da ich meine die Reinheit dieses Produkts schmecken zu können, es wirkt nichts aufgesetzt oder gekünstelt an diesem hier.

Sláinte!
Stephan

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